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Die Frage stellt sich doch immer wieder:
Ab wann kann ich mich Seniorin oder Senior nennen, ohne dass
meine Verwandten oder Bekannten entweder zu Lachen anfangen
oder mich mitleidig betrachten und sich Gedanken darüber machen,
wie lange er noch wohl hat, bis er abtritt?
Um es ganz klar auszudrücken:
Ab dem Alter von 55 Jahren kann ich mich Senior nennen, ohne
dass ich mir dabei etwas vergebe. Bis ich dann beim 70ten angekommen
bin, kann ich mich dann der Gruppe "sehr aktive und unternehmungslustige Senioren"
zurechnen. Das sind dann die, die auffallen können.
Ein Beispiel: Eine Gruppe von Rentern (Senioren/-innen) steigt in den
Pendlerzug, lärmend und raumgreifend. Sie breiten Taschen und Rucksäcke
aus und erzählen sich provozierende Witze. Sie zeigen ihrer Umwelt: "Hoppla,
hier sind wir, wir haben Spaß, was dagegen?" Die Einzelreisenden hätten
vielleicht gern ein bisschen gelesen oder noch etwas für den Tag vorgearbeitet,
aber sie sitzen nur da mit bösen Mienen. Die Gedanken in ihrem Kopf sind nicht gut:
"Man müsste denen mal die Grenzen aufzeigen!" Aber feige sind sie ja auch.
Was bleibt zum Schluss? Es wird immer schwieriger mit den Alten, sprich "Senior/-innen".
Von 70 bis 80 Jahre sind es die, welche, je nach Wohlergehen, noch aktiv sein können:
Also die älteren Senioren. Ab 80 lassen es die meisten doch etwas ruhiger angehen. Also:
Alle Altersgruppe, die ich aufgezählt habe gehören im Kreuzbund zu den Senioren und
können auch noch für die Gruppen sehr wertvoll sein, wenn das Klima in den Gruppen
ein bisschen darauf ausgerichtet ist. Ansonsten stellen Seniorengesprächskreise eine
sehr gute Prävention für psychische Krisen und Suchtmittelrückfälligkeit in der dritten
Lebensphase dar. Gleichwohl verstehen sich die Seniorengesprächskreise für diesen
Personenkreis als Zusatzangebot und sollten nicht klassische Selbsthilfegruppen ersetzen.
In den Selbsthilfegruppen der Senioren wird grundsätzlich auf die Probleme der Älteren
eingegangen udn auch besprochen. Gesprächskreise für Senioren im Kreuzbund sollten
ein nicht konfrontatives Gefühl bei den Senioren aufkommen lassen. Alte Suchtgeschichten
sollten ruhen dürfen und nicht immer wieder neu aktualisiert werden. Es sei denn, dass ein
Anlass gegeben ist. Umschreiben möchte ich das ganze Thema als eine Begleitung und
Stabilisierung für den suchtgefährdeten und abhängigkeitskranken, älteren Kreuzbündler.
Also lassen wir die Seniorin und den Senior von heute modisch gekleidet und kultur- und
körperbewusst in Rente gehen. Wir verzichten auf die Kittelschürze der 50er Jahre!


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